Skeleton

Als Kinder fuhren wir schon gerne mit dem Kopf voran auf verschneiten Hügeln hinunter. Skeleton-Piloten machen dies mit wachsender Begeisterung in der Eisbahn: bäuchlings stürzen sie sich in den Eiskanal mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis ca. 120 km/h und das nicht mehr als 5 cm über dem Eis.

Dieser Sport verbindet Feingefühl mit aufregender Geschwindigkeit. Er erfordert von allen Piloten Ausdauer und Kraft. Der Skeleton-Fahrer startet mit einem Sprint über das Eis. Hierfür trainiert man den Muskelaufbau und Schnelligkeit. Im Eiskanal aber zählt vor allem Erfahrung. Die Kenntnis der Bahn, das Gespür für den Zustand des Eises, für die Ideallinie.

Auch das „Bobbahn-Skeleton“ hat eigene Entwicklungen durchlaufen. Ursprung des Skeleton-Schlittens war der Cresta-Schlitten. Anfangs fuhr man, wie beim Cresta, ebenfalls mit Rollsitz.Dieser Kufensport sieht gefährlicher und spektakulärer aus als er ist. Wer den „Kopf-voran-Sport“ bereits kennt, ist entweder fasziniert oder verhöhnt die Piloten als Verrückte. Vielleicht deshalb, weil er so ungewöhnlich scheint.

Damals hielt man sich noch vorne am Schlitten fest. Im Laufe der Jahre wurde Material und Haltung sowie Ausrüstung verbessert. Die so genannte Kamikaze-Haltung der Cresta-Fahrer schauten einige Sportler ab.
Anfangs zwar noch belächelt, doch 1974 wurde auch diese Haltung fest übernommen. Viele Fahrer mussten sich erst einmal daran gewöhnen. Bald stellte man aber fest, dass dadurch wesentlich schnellere Zeiten gefahren werden konnten. Am Schlitten selber mussten einige Änderungen vorgenommen werden. Der Rollsitz wurde ersetzt durch eine feste Wanne, an der die zukünftigen Haltebügel für die neue Haltung angeschweißt wurden.

Quelle: http://skeleton-sport.de/index.php/was-ist-skeleton